Guten Tag liebe Abonnentinnen und Abonnenten des Newsletters,

In diesem Newsletter weisen wir nicht auf eine Terminverschiebung bei der Abfallentsorgung wegen eines Feiertages hin, wie es in den letzten Ausgaben oft der Fall war. Damit müssen wir – leider -  bis zum Oktober warten. Dafür steht ein anderer interessanter und wichtiger Termin für alle kommunalen Unternehmen an.


23. Juni – Tag der Daseinsvorsorge

Mit diesem Aktionstag wollen die kommunalen Unternehmen deutlich machen, dass überall in Deutschland die Menschen mit Trinkwasser, Energie und Strom versorgt, Abwasser und Abfall entsorgt und der ÖPNV sowie Glasfaser ermöglicht werden – all das ist Daseinsvorsorge. Moderne Daseinsvorsorge hat damit gleiche Lebensverhältnisse und das Wohl aller fest im Blick.

Die AWSH übernimmt in diesem Zusammenhang die Aufgabe, in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg eine ökonomische und ökologische Abfallentsorgung für alle Kunden zu organisieren. Das bedeutet u. a., dass wir Entsorgungsleistungen für ca. 225.000 Haushalte und 8.000 Gewerbebetriebe anbieten, ca. 350.000 Abfall- und Wertstoffbehälter bereitstellen, jährlich 7,5 Millionen Leerungen von Abfallbehältern durchführen, ca. 650.000 Kunden auf unseren 13 Recyclinghöfen bedienen, 2.200 Depotcontainer zur Verfügung stellen, ca. 34.000 Abholungen von Sperrmüll- und E-Schrott im Jahr bei unseren Kunden durchführen, ca. 60 % der eingesammelten Abfälle recyceln bzw. in klimafreundliche Energie umwandeln.

Weitere interessante Informationen zu diesem Thema findet man hier.


Keine Entsorgung von biologisch abbaubaren Kunststoffen über die Biotonne

Seit über einem Jahr werben wir zusammen mit 32 weiteren Abfallwirtschaftsbetrieben in ganz Deutschland mit der Kampagne #wirfuerbio intensiv für eine sortenreine Sammlung der Bioabfälle in den Bioabfallbehältern. Dabei geht es insbesondere darum, Plastiktüten aus der Biotonne zu verbannen. Das gilt auch für die sogenannten kompostierbaren und biologisch abbaubaren Tüten. Zum einen haben diese Tüten keinen Nutzen für den Prozess und die Produkte der Vergärung und Kompostierung der Bioabfälle. Vor allem bergen sie aber Risiken für die Qualität des Endproduktes Kompost. Denn auch diese Beutel werden innerhalb des zur Verfügung stehenden Zeitraums der biologischen Abfallbehandlung nicht ausreichend zersetzt. Damit verbleiben sie als Fremdbestandteile im Kompost und Gärrest, die die Verwertung empfindlich stören.

Weiter Abfallwirtschaftsverbände (u. a. BDE, bvse, VKU) haben sich nun in einem gemeinsamen Positionspapier ebenso gegen die Entsorgung von biologisch abbaubaren Kunststoffen über die Bioabfallbehandlung ausgesprochen. Sie wenden sich an die Politik, um diese Stoffe sogar davon auszuschließen. Die Verbände sprechen insbesondere biologisch abbaubare Kunststoffe wie zum Beispiel Verpackungen, Einweggeschirr oder Kaffeekapseln an. Anlass für die Verfassung dieses Papiers ist die von der EU vorgesehene Einführung eines Labels „biologisch abbaubar“ für diese Produkte. Damit wird aus Sicht der Verfasser ein falsches Signal gesetzt.

Diesem Urteil können wir uns nur anschließen und werben weiter für eine störstofffreie Befüllung der Biotonne. Weitere Tipps dazu gibt es unter www.awsh.de oder www.wirfuerbio.de.


Apropos Urteil: „Containern“ bleibt verboten

In der letzten Ausgabe unseres Newsletters haben wir darüber berichtet, dass auf der Justizministerkonferenz der Länder darüber beraten wird, ob das sogenannte Containern straffrei gestellt werden soll. Gemeint ist damit das Einsammeln weggeworfener Lebensmittel aus Abfallcontainern. Mittlerweile ist entschieden, dass dieses Vorgehen nicht legalisiert wird. Die Justizministerkonferenz bat die Bundesregierung stattdessen, alternative Abgabeformen von Lebensmitteln, etwa an Tafeln, zu entwickeln. Dies solle insbesondere für große Lebensmittelketten gelten.


Wir wünschen Ihnen eine angenehme Woche, in der wir für Sie wie gewohnt da sind!

Ihre AWSH