Guten Tag liebe Abonnentinnen und Abonnenten des Newsletters,

die Wertstofftonne etabliert sich mehr und mehr, Containern bleibt verboten und ein Ärgernis reißt einfach nicht ab.


Mehr Abfallmengen gehen in die Verwertung

In unserem Newsletter der letzten Woche wiesen wir bereits auf die neue Kampagne „Wir lieben Recycling“ hin. Ziel der Kampagne ist es, die Notwendigkeit von Abfalltrennung und Recycling zu unterstreichen und das Trennverhalten der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu verbessern. Noch immer landen zu viele Wertstoffe im Restabfallbehälter und werden verbrannt. Die Tendenz geht aber schon in die richtige Richtung.

Mit Einführung der Wertstofftonne in unseren Kreisen werden seit Jahresbeginn auch sogenannte stoffgleiche Nichtverpackungen aus Kunststoff und Metall im neuen Behälter gesammelt. So können noch mehr Wertstoffe der Wiederverwertung zugeführt werden.

Und die Wertstofftonne wirkt: im Herzogtum Lauenburg wie im Kreis Stormarn stiegen die Mengen der verwertbaren Abfälle deutlich. Im Herzogtum Lauenburg wurden im ersten Halbjahr 2020 960 Tonnen mehr und insgesamt 4190 Gewichtstonnen gesammelt. In Stormarn, wo die Wertstofftonne ab März verteilt wurde, waren es insgesamt 4060 Tonnen – das sind 580 Tonnen mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ein Trend, an den wir uns gern gewöhnen können.


„Containern“ bleibt strafbar

Das „Containern“, auch als Mülltauchen bekannt, bezeichnet die Mitnahme und auch noch die Nutzung von weggeworfenen Lebensmitteln aus Abfallcontainern von Supermärkten, Fabriken oder Gastronomiebetrieben. Containernde protestieren damit dagegen, dass massenweise Lebensmittel entsorgt werden.

In Deutschland kann das Containern wegen Hausfriedensbruch und/oder Diebstahl strafbar sein. Dagegen klagten nun zwei Studentinnen aus Bayern, denen genau dies vorgeworfen wurde – allerdings ohne Erfolg. Die Richter bestätigten, dass auch wirtschaftlich wertlose Sachen strafrechtlich geschützt werden dürfen.

Allerdings waren sich auch die Richter einig, dass man den Umgang mit entsorgten Lebensmitteln auch anders regeln könnte. In Ländern wie Spanien und Frankreich sind Supermärkte beispielsweise dazu verpflichtet, noch genießbare Lebensmittel zu verteilen, zum Beispiel an soziale Einrichtungen.

Laut einer Studie der Universität Stuttgart wirft jeder in Deutschland Lebende 82 kg Lebensmittel pro Jahr weg. Das sogenannte Mindesthaltbarkeitsdatum führt oft dazu, Lebensmittel ungeöffnet in den Abfall zu geben. Dies ist aber in der Regel gar nicht nötig.

Weitere Informationen zum Thema Lebensmittelverschwendung erhalten Sie hier.


Illegale Müllablagerungen nehmen zu

Zuletzt haben die lokalen und regionalen Medien mehrfach über illegale Müllablagerungen berichtet. Ob am Fahrbahnrand, in der Feldmark oder sogar in abgelegenen Wäldern, die Hemmschwelle, Abfälle einfach so in der Natur zu entsorgen, scheint immer niedriger zu werden. Oftmals befinden sich unter den Ablagerungen sogar gefährliche Stoffe, die unbedingt fachgerecht entsorgt werden müssen.

Unverständlich, denn die AWSH und auch andere kommunale Abfallwirtschaftsbetriebe bieten Kundinnen und Kunden mehrere, oftmals kostenfreie Wege an, solche Abfälle zu entsorgen. AWSH-Kunden können bis zu sechs Mal im Jahr die Sperrmüll- oder E-Schrottabholung anmelden. Außerdem bieten auch die 13 Recyclinghöfe in Stormarn und Herzogtum Lauenburg die Möglichkeit, der fachgerechten, legalen und günstigen Entsorgung. Für Papier und Altglas stehen über 550 Depotcontainerstandplätze zur Verfügung.

Das „wilde“ Abladen von Abfällen stellt eine Straftat dar und zieht empfindliche Strafen nach sich.


Wir wünschen Ihnen ein erholsames Wochenende – frei von illegalen Abfallablagerungen.

Ihre AWSH