Guten Tag liebe Abonnentinnen und Abonnenten des Newsletters,

während wir beim letzten Newsletter mit einer traurigen Nachricht beginnen mussten, können wir diesmal mit einen Glückwunsch starten. 


Deckel drauf – kleiner Dreh, große Auszeichnung – Dennis Kissel erhält „Service Above Self Award“

2013 wurde auf der Rotary-Convention in Lissabon die Idee geboren. Mit den Erlösen aus der Sammlung und Verwertung von Kunststoffverschlüssen von Getränkeflaschen, Getränkekartons für Milch und Säfte, usw. sollte ein Beitrag zur weltweiten Bekämpfung von Polio (Kinderlähmung) geleistet werden. Unter dem Motto „500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung“ hat der Verein „Deckel drauf e.V.“ 1.731 Tonnen Deckel gesammelt und verwertet. Die Erlöse in Höhe von 410.000 € (durch die Bill & Melinda Gates Foundation auf 1.230.000 € verdreifacht) haben gereicht, um rund 5.000.000 Impfungen weltweit zu finanzieren. Damit hat der Verein einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass diese Krankheit nunmehr fast vollständig ausgerottet ist.

Das deutschlandweit koordinierte Projekt „500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung“ ist allerdings zum 30.06.2019 eingestellt. Grund dafür ist u. a. der immer größer werdende Aufwand für das kleine ehrenamtliche Team, welches das Projekt getragen hat. Vor allem aber sind die Preise auf dem Markt für Sekundärrohstoffe zuletzt deutlich gesunken. Es kann daher nicht sichergestellt werden, dass auch in Zukunft die Erlöse erzielt werden können, die erforderlich sind, um das Motto der Sammlung zu erfüllen.

Die gute Nachricht ist: die AWSH kann auf ihren Recyclinghöfen weiterhin die Kunststoffdeckel annehmen und damit weiterhin einen Beitrag für das Ziel des Projekts leisten.

Und eine weitere gute Nachricht: Dennis Kissel, Geschäftsführer der AWSH und Gründer und Vorsitzender des Vereins „Deckel drauf e. V.“, ist für sein außerordentliches Engagement für den Kampf gegen Kinderlähmung nun mit einer hohen Auszeichnung bedacht worden. Er wurde Ende Juni nun mit dem „Service Above Self Award“ ausgezeichnet. Der Preis ist die höchste Auszeichnung, die Rotary International an Einzelpersonen vergibt!

Ein Interview mit Dennis Kissel dazu finden Sie hier.

Wir gratulieren ganz herzlich dazu und wünschen zudem viel Erfolg bei der Realisierung weiterer sozialer Projekte. Der Elan dazu ist auf jeden Fall da.


Neue Studie des Umweltbundesamtes liegt vor – es gibt noch viel Verwertungspotenzial in den Restabfallbehältern!

Insgesamt wird heute in Deutschland zwar deutlich besser der Abfall getrennt, als das noch vor 35 Jahren der Fall war. So „produziert“ jeder Deutsche laut der Untersuchung des Umweltbundesamtes von 2800 Restmülltonnen in 14 verschiedenen Regionen heute im Schnitt ca. 128 kg Restabfall, 1985 waren es noch 239 Kilo. Diese Entwicklung ist als Erfolg der kommunalen Abfallwirtschaft zu sehen, die die Getrenntsammlung seit Jahrzehnten ausbaut und bei den Bürgerinnen und Bürgern beständig für Abfalltrennung wirbt.

Dennoch zeigt die Studie auch, dass es in diesem Zusammenhang noch viel zu tun gibt, denn zwei Drittel des Abfalls in den Restabfalltonnen gehören dort überhaupt nicht hinein. Das entspricht auch den Ergebnissen der letzten Hausmüllanalyse der AWSH. Dazu gehört Metall, Plastik Papier, Glas und vor allem nach wie vor Bioabfall. Das Bundesumweltamt stellt hier einen Anteil von satten 40 Prozent im Restabfall fest. Bei der AWSH konnten wir diesen Anteil durch intensive Maßnahmen in der Tarifgestaltung und Öffentlichkeitarbeit zwar bereits um einige Prozentpunkte senken. Aber auch in den Restabfallbehältern der Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg befinden sich noch weit über 30 Prozent Bioabfall.

Dabei lohnt es sich, Bioabfälle zu trennen – ökonomisch und ökologisch. Die Nutzung der Biotonnen ist weitaus günstiger als die der Restmülltonnen. Bürgerinnen und Bürger, die gewissenhaft Bioabfälle vom Restabfall trennen, leisten zudem einen Beitrag zum Klimaschutz. Aus der Bioabfallverwertung entsteht wertvoller Humus, eine klimafreundliche Alternative zum Torf. In Biogasanlagen entsteht zudem umweltfreundliches Biogas. Weitere Informationen zur sinnvollen Abfalltrennung finden Sie auf unserer Homepage unter www.awsh.de.


Wir wünschen Ihnen ein sommerliches und umweltfreundliches Wochenende.

Ihre AWSH