Guten Tag liebe Abonnentinnen und Abonnenten des Newsletters,

am Pfingstmontag, den 10. Juni 2019, finden keine Leerungen der Rest-, Bioabfall- und Altpapierbehälter sowie keine Abholung der Gelben Säcke statt. Alle Entsorgungstermine in der kommenden Woche verschieben sich um einen Tag nach hinten. Die aktuellen Termine finden Sie wie immer auf unserer Website. Am besten ist die Nutzung der App „AWSH – Wertvolle Termine“, mit der Ihnen alle Daten direkt auf dem Handy angezeigt werden.


Da steckt Gutes drin – neuer Film der AWSH zum Wertstoffpotenzial im Restabfall

Täglich sind bis zu 15 Entsorgungsfahrzeuge im Auftrag der AWSH unterwegs und leeren die Restabfallbehälter der Kunden. Dabei sind 2018 etwa 75.000 Gewichtstonnen zusammengekommen, die in der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld entsorgt worden sind.

Allerdings könnte die Sammelmenge des Restabfalls deutlich geringer ausfallen! Denn 70 Prozent des Inhalts gehören gar nicht in den Restabfallbehälter. Hier handelt es sich um Wertstoffe, die besser einen anderen Weg gehen.

Für den Großteil der im Restabfall befindlichen Wertstoffe gibt es kostenlose bzw. im Vergleich zu den Restabfallbehältern sehr preiswerte Sammelsysteme, die Kundinnen und Kunden bequem vor der eigenen Tür nutzen können. Außerdem gibt es tausende öffentliche Wertstoffcontainer und 13 Recyclinghöfe der AWSH, bei denen man nahezu alles zur späteren Verwertung abgeben kann.

Alle Informationen zu Mengen der Abfallfraktionen und wo Sie was entsorgen können haben wir in einem kurzen Film zusammengefasst. Also, weiter fleißig trennen und möglichst viele Abfälle in den Werstoffkreislauf bringen.


„Containern“ oder Wegwerfverbote?

Auch Lebensmittelreste landen in großen Mengen im Restabfall. In diesem Zusammenhang gibt es nun einen neuen Ansatz, der sich mit dem Problem beschäftigt.

Das Mitnehmen von weggeworfenen Lebensmitteln aus Abfallbehältern von Supermärkten und Fabriken – das sogenannte Containern – ist aktuell in aller Munde. Bisher galt es als Diebstahl wenn jemand Nahrungsmittel aus Müllcontainern holte. Häufig gehen Strafermittler in solchen Fällen auch von Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung aus, weil unerlaubt Grundstücke betreten oder Schlösser an Toren oder Müllbehältern geknackt werden.

Nun soll nach den Vorstellungen einiger Politiker das Containern zugelassen werden. Es könne nicht angehen, dass hierzulande tonnenweise noch genießbare Lebensmittel weggeschmissen werden – darin sind sich alle Beteiligten einig. Die Gegner der Entkriminalisierung des Containerns bevorzugen aber ein generelles Wegwerfverbot von Lebensmitteln für Supermärkte. Ein solches Gesetz gibt es seit wenigen Jahren in Frankreich – mit positiven Effekten. Auch die fast 1000 Tafeln in Deutschland bevorzugen die Kooperation von Supermärkten mit Hilfsorganisationen. Die Tafeln haben eine funktionierende Logistik und Erfahrung in der Verteilung der Waren. Sie befürchten Prügelszenen an Abfallcontainern, sollte das „Mülltauchen“ erlaubt werden.

Laut einer Studien der Universität Stuttgart schmeißt jeder in Deutschland Lebende pro Jahr über 85 Kilogramm Nahrungsmittel weg – das ist die pure Verschwendung und sollte so oder so gestoppt werden.


Ihnen wünschen wir schöne Pfingsttage ohne jede Lebensmittelverschwendung.

Ihre AWSH