Fair Pay

Seit 2014 macht ein neues Tarifkonzept die Verteilung der Entsorgungskosten gerechter – und bietet zusätzliche Anreize für die Wertstofftrennung

1) Grundstücksbezogenes Grundentgelt

Dies ist unabhängig von Abfallmengen und individuellen Verhältnissen. Es finanziert die technische, abfallwirtschaftliche, personelle und logistische Infrastruktur der AWSH, die für ein regelmäßiges und alle Abfallarten umfassendes Sammlungs- und Entsorgungs- bzw. Verwertungssystem notwendig ist.

Diese Vorhalteleistungen werden von allen gleichermaßen in Anspruch genommen bzw. können von allen genutzt werden. Dazu gehören beispielsweise der Betrieb der Recyclinghöfe oder die Beschaffung und Instandhaltung von Abfallbehältern.

Ein weiteres Beispiel: Der Aufwand für Erstellung und Versand von Rechnungen ist für jedes Grundstück identisch, unabhängig von der Anzahl von Wohnungen oder Bewohnern.

2) Personenbezogenes Grundentgelt

Dies beinhaltet einen verursacherbezogenen Kostenanteil für alle auf einem Grundstück gemeldeten Personen und ist so berechnet, dass alle, die dasselbe Leistungspaket erhalten, auch dieselben Kosten dafür tragen.

Konkretes Beispiel: Auf einem Grundstück mit vielen Wohnungen und Bewohnern werden sehr viel mehr Personen in unserem Servicecenter anrufen und sehr viel mehr Abfallfibeln verteilt. Grundlage für die Berechnung ist die beim jeweiligen Einwohnermeldeamt registrierte Bewohnerzahl.

Gemeldete Personen, die aufgrund von Studium, Ausbildung, Bundesfreiwilligendienst, FSJ, FÖJ oder schulischem / beruflichen Auslandsaufenthalt langfristig abwesend sind oder in einer Pflegeeinrichtung untergebracht sind, können auf schriftlichen Antrag von diesem Entgelt befreit werden. 

Zum Antragsformular​​​​​​​

3) Leistungsbezogenes Entgelt

Dies deckt den spezifischen Leistungs- und Kostenaufwand ab, der unmittelbar mit der Entsorgung der beim Kunden anfallenden Abfälle zusammenhängt – also von der Größe von Sammelbehältern und der Häufigkeit der Leerung. Die erforderlichen Abfallbehandlungskosten sind hier auch schon mit eingerechnet.

4) Senkung des Mindestbehältervolumens

Eine zusätzliche und wesentliche Veränderung m Tarifkonzept ist die Halbierung des Mindestbehältervolumens für Restabfall pro Kopf und Woche von 10 auf 5 Liter. So können Sie bei konsequenter Wertstofftrennung die Größe Ihrer grauen Tonne noch einmal reduzieren bzw. sie seltener leeren lassen.