Der beste Abfall ist der, der nicht anfällt

Abfallvermeidung

Abfallvermeidung ist in Bezug auf den Umgang mit Abfällen der ökologisch und ökonomisch sinnvollste Beitrag. Der Gesetzgeber hat sie im Abfall- und Kreislaufwirtschaftsgesetz vor die Verminderung, Verwertung und Beseitigung an die erste Stelle gestellt.

Doch wie kann man Abfallvermeidung praktisch umsetzen?

Abfalltrennung

Um Abfälle umweltgerecht verwerten zu können, ist die sortenreine Trennung unverzichtbare Voraussetzung. Bereits in der Küche sollten Sie sich Gedanken über richtiges Vorsortieren machen, denn Abfallverwertung beginnt bereits im Haushalt! Dabei können Sie durch Abfalltrennung sogar Geld sparen, denn bei vollständiger Abfalltrennung sind im Vergleich zu der Variante „Alles in den Restabfall“ deutliche Einsparungen bei den Entsorgungskosten möglich.

Zur Unterstützung der Trennung können professionelle Trennsysteme in die Küche integriert werden. Es gibt viele Anbieter von Trennsystemen, aber in der Regel erhalten Sie Vorsortiergefäße auch im Baumarkt.

Infomaterial

Sortieranleitung

Mehrsprachiger Trennflyer

Plakat Abfalltrennung

Hausmüllanalyse

Analyse 2011

Es ist das Bestreben der AWSH, Wertstoffe noch intensiver vom Restabfall zu trennen und einer weiteren Verwertung zuzuführen. Auch die Bundesregierung formuliert in der Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes die klare Zielsetzung, die Verwertungsmengen erheblich zu steigern (Stichwort „Wertstofftonne“).

Um die entsprechenden abfallwirtschaftlichen Maßnahmen solide planen zu können, hat die AWSH im letzten Jahr eine Hausmüllanalyse durchgeführt. Die Ergebnisse liegen nunmehr vor.

Ausführliche Präsentation (PDF, 1,5 MB)

Analyse 2015

Mitarbeiter des Witzenhausen-Instituts, das die AWSH mit dieser Analyse beauftragt hat, haben die repräsentativen und anonymen Stichproben in insgesamt 27 Abfallfraktionen auseinander dividiert.

Ausführliche Präsentation (PDF)

Plastik vermeiden

Verkaufsverpackungen

Das abgepackte Fleisch aus der Kühltruhe und die fertige Salatmischung aus der Kunststoffschale – typisch für das Einkaufen im Supermarkt? Es geht auch anders: Der Obst- und Gemüsestand, die Fleisch-, Wurst- und Käsetheke sind wie ein eigener kleiner Markt im Supermarkt. Wer zuhause seinen Einkauf gut vorbereitet, kann dort ohne Wegwerfverpackungen einkaufen. Geben Sie dem Abfall einen Korb! Ein mitgenommenes Netz, ein Einkaufskorb oder eine Stofftasche machen den Einkauf abfallärmer.

Einweg ist Einbahn!

Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass Mehrweg-Produkte oftmals kostengünstiger sind als die auf den ersten Blick „billigere“ Einwegware. Greifen Sie zu Produkten in Mehrwegverpackungen. Egal ob Glas- oder Kunststoffmehrwegflasche, bei den Ökobilanzen schneiden die meisten Mehrwegverpackungen gegenüber Einweggebinden wesentlich besser ab. Für viele Produkte, wie zum Beispiel Wasch- und Reinigungsmittel, werden Nachfüllverpackungen angeboten. Konzentrate verringern den Bedarf an Verpackungsmaterial, kommen ohne Konservierungsmittel aus und sind oft umweltverträglicher verpackt (etwa in Kartons aus Altpapier).

Lebensmittelverschwendung vermeiden

Die Lebensmittelverschwendung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

82 kg Lebensmittel wirft jeder Deutsche pro Jahr, laut Studie der Universität Stuttgart und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, ungenutzt in die Tonne. Das Ablaufen des sogenannten Mindesthaltbarkeitsdatums führt oft dazu, die entsprechenden Lebensmittel in den Abfall zu geben. Dies ist in der Regel aber gar nicht notwendig.

Wenn es sich nicht vermeiden lässt...

Lebensmittelreste, speziell gekochte Essensreste, sind besonders energiehaltig und damit in der Vergärungsanlage sehr ergiebig bei der Umwandlung zu Biogas und damit in Energie und Wärme.

Wenn es sich also doch einmal nicht vermeiden lässt Lebensmittel wegzuwerfen, machen wir klimafreundliche Energie und Qualitätskompost daraus.

Unser Beitrag

Die "Tafeln" kümmern sich um die Verteilung der noch genießbaren Lebensmittel und leisten damit einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag. Die AWSH unterstützt die Tafeln in ihrer Tätigkeit auf verschiedenen Ebenen.

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