Bioabfall - für den Restabfall viel zu schade!

Das gehört in den Bioabfall:

Aus dem Garten:

  • Baum-, Strauch-, Rasenschnitt
  • Laub
  • Moos
  • Pflanzenreste (auch kranke Pflanzenteile)
  • Stauden
  • Fallobst
  • Wasserpflanzen

Aus Küche, Wohnung und Haus

  • Obst- und Gemüsereste (auch von Zitrusfrüchten)
  • gekochte Essensreste
  • Schnittblumen, Topfblumen und Pflanzen
  • alte Brotreste
  • Kaffee- und Teesud (auch im Filterbeutel)
  • Nuss- und Eierschalen
  • Haare

Das gehört nicht in den Bioabfall:

Plastikbeutel

Benutzen Sie als Sammelhilfe bitte Papierbeutel oder wickeln Sie die Bioabfälle in Zeitungspapier ein. Diese Materialien können kompostiert werden.

Falls Sie nicht auf Plastikbeutel verzichten möchten, müssen diese unbedingt entleert werden. Sie dürfen nicht in den Bioabfall! Mehr dazu

Weitere Infos zum sogenannten "Bioplastik" finden Sie hier.

Flüssigkeiten

Grasschnitt oder feuchtes Laub etwas trocknen lassen. Gekochte Speisereste und nasse Bioabfälle in Zeitungspapier einwickeln, das hilft gegen Festfrieren im Winter und Geruchsbildung im Sommer.

Außerdem:

  • Illustrierte (gehören ins Altpapier)
  • Kataloge (gehören ins Altpapier)
  • Katzenstreu (gehört in den Restabfall)
  • Lackiertes oder beschichtetes Holz (gehört auf den Recyclinghof)
  • Staubsaugerbeutel (gehören in den Restabfall)
  • Taschenbücher (gehören ins Altpapier)
  • Windeln (gehören in den Restabfall)
  • Wurzelstöcke und Äste mit einem Durchmesser über 10 cm (gehören auf den Recyclinghof)
  • Zigarettenkippen und Asche (gehören in den Restabfall)

Biotonne - Behältergrößen & Leerungsrhythmus

Volumen Breite Höhe Tiefe Max. Gewicht Leerungsrhythmus
80 l 44,5 cm 93 cm 52,5 cm 40 kg zweiwöchentlich
120 l 48 cm 93 cm 55,5 cm 50 kg zweiwöchentlich
240 l 58 cm 107 cm 74 cm 100 kg zweiwöchentlich

Sie haben Fragen zur richtigen Größe oder zum idealen Stellplatz Ihrer Abfallbehälter? Wir beraten Sie gerne! Rufen Sie uns einfach an unter 0800-29 74 001 (kostenlos)

Bioabfallsack

Bei unseren Sackverkaufsstellen erhalten Sie Bioabfallsäcke aus dreilagigem Kraftpapier. Diese können, mit maximal 20 kg befüllt, am Leerungstag neben den Bioabfallbehälter gestellt werden.

Bioabfall Preise Stormarn 2018

2-wöchentliche Leerung der Biotonne

BiotonnePreis je Behälter und Monat
80 Liter0,38 Euro
120 Liter0,54 Euro
240 Liter1 Euro

Bioabfall Preise Lauenburg 2018

2-wöchentliche Leerung der Biotonne

BiotonnePreis je Behälter und Monat
80 Liter0,44 Euro
120 Liter0,62 Euro
240 Liter1,15 Euro

Für eine problemlose Abfuhr

Stellen Sie die Abfallbehälter am Abfuhrtag bis 6:00 Uhr morgens am Straßenrand oder Sammelplatz bereit.

Privatstraßen, schmale Straßen oder Sackgassen ohne Wendemöglichkeit sind teilweise nicht befahrbar. Mehr dazu finden Sie hier.

Sind Sie in ein Neubaugebiet gezogen und Ihre Straße ist noch nicht befestigt, stellen Sie die Abfallbehälter an der nächsten von den Sammelfahrzeugen befahrbaren Straße bereit.

Befindet sich eine Baustelle an Ihrer Straße, finden Sie hier unsere Entsorgungshinweise.

Abfuhrtermine

Die Abfuhrtermine finden Sie online oder in Ihrem persönlichen Abfuhrkalender, den Sie mit der Rechnung erhalten haben. Alternativ können Sie sich auch unsere App herunterladen, und eine Erinnerung auf Ihr Smartphone erhalten.

Behälterummeldung

Der Behälterbestand kann monatsweise vom Eigentümer verändert werden. Mieter wenden sich bitte an den Vermieter. Rufen Sie uns dafür einfach kostenfrei unter 0800-29 74 001 an, bestellen online oder besuchen uns vor Ort in unserer Geschäftsstelle.

Dazu benötigen wir Ihre Kunden- und Objektnummer, sowie die Nummern der zu ändernden Behälter.
Die Behälternummern finden Sie an der Seite des Restabfall- oder Bioabfallbehälters, sowie auf der Rechnung.

Damit können wir den Behälter eindeutig identifizieren und Ihr Anliegen korrekt bearbeiten. Insbesondere bei Behälterstandorten mit mehreren Behältern kann es sonst zu Schwierigkeiten kommen.

Die Umsetzung einer Behälteränderung dauert ca. zwei bis vier Wochen. Bitte unterstützen Sie unsere Mitarbeiter dabei, indem Sie die Behälter im entsprechenden Zeitraum gut sichtbar und zugänglich auf dem Grundstück bereitstellen. Sie können die Behälter in der Zeit wie gewohnt nutzen, sie werden auch gefüllt mitgenommen.

Behälterleerung

Jeder Abfallbehälter ist mit einer Nummer gekennzeichnet. Diese Nummer finden Sie auf dem Aufkleber an der Seite des Abfallbehälters und auch auf Ihrer Rechnung. Bei Behälterschäden oder Leerungsbeschwerden geben Sie diese Nummer bitte immer an! Damit können wir den Behälter eindeutig identifizieren und Ihr Anliegen korrekt bearbeiten. Insbesondere bei Behälterstandorten mit mehreren Behältern kann es sonst zu Schwierigkeiten kommen.

Damit es keine Unstimmigkeiten gibt, ist es sehr wichtig, dass Sie nach jeder Leerung Ihren eigenen Behälter auf das Grundstück zurück bringen.

Identsystem

Alle Rest- und Bioabfallbehälter sind mit einem Transponder ausgestattet, der eine Nummer enthält. Während der Leerung liest das Entsorgungsfahrzeug die Transponder-Nummer und registriert den Leerungsvorgang (Datum und Uhrzeit). So werden tatsächlich nur die Behälter entleert, die für den aktuellen Leerungstermin auch vorgesehen sind und es ist fair für alle. Außerdem ermöglicht dieses System eine qualifizierte Auskunft unseres Servicecenters zu allen Kundenanfragen rund um die Abfallbehälter und deren Leerungen.

Tipps für den Bioabfallbehälter

Tipps für den Sommer

  • Bioabfallbehälter an einem schattigen Ort aufstellen
  • Auch halbvolle Behälter zur Leerung bereitstellen
  • Grasschnitt vor dem Einfüllen trocknen

Tipps für den Winter

  • Bioabfallbehälter windgeschützt oder nahe einer Hauswand aufstellen
  • Zerknülltes Zeitungspapier oder Reisig auf den Boden des Behälters legen
  • Feuchte Abfälle in Zeitungspapier einwickeln
  • Grünabfall und Laub vor dem Einfüllen trocknen
  • Keine Bioabfälle im Behälter verpressen

Auch das passt in den Bioabfallbehälter

Riesenbärenklau (Herkuleskraut)

So groß die Herkulesstaude (Riesenbärenklau) mit ihren bis zu vier Metern Höhe ist, so problematisch ist sie für Gesundheit und Ökologie.

Um bei der Entfernung aus Ihrem Garten keine schwer heilbaren, allergischen Reaktionen an der Haut zu erleiden, ziehen Sie bitte Arbeitshandschuhe und langärmlige Kleidung an. Graben Sie auch die oberen 15 Zentimeter der Wurzelrübe aus. Entsorgen können Sie die Pflanzenteile dann über die Biotonne. Bei der Verarbeitung in den Biogas- und Kompostwerken der AWSH werden Pflanzenteile und Samen sicher abgetötet.

Jakobskreuzkraut

Auch in Schleswig-Holstein kommt die Pflanze mittlerweile besonders auf Weiden sowie an Straßen- und Wegrändern verstärkt vor.

Beim Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea), das auch unter dem Namen Jakobsgreiskraut bekannt ist, handelt es sich um eine in Deutschland einheimische Art. Neu ist jedoch ihr verstärktes Aufkommen, so dass sie in den vergangenen Jahren immer mehr zum Problem geworden ist.

Das Jakobskreuzkraut ist in der Regel eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sie eine Rosette mit tief geschlitzten Blättern aus. Im zweiten Jahr wächst ein aufrechter, meist rot gefärbter Stängel in die Höhe, der sich oberhalb der Mitte verzweigt. Das Jakobskreuzkraut erreicht leicht eine Höhe von einem Meter und mehr. Die Hauptblütezeit ist im Juli und August, ab Mitte Juni lassen sich jedoch bereits erste blühende Pflanzen finden. Die Blüte ist durch 13 um das Blühkörbchen angeordnete Zungenblätter zu erkennen. Eine ausgewachsene Pflanze produziert bis zu 150.000 Samen, die ähnlich wie beim Löwenzahn mit dem Wind auch über große Distanzen verbreitet werden.

Die Giftigkeit des Jakobskreuzkrautes beruht auf der Wirkung verschiedener Pyrrolizidin-Alkaloide, die im Organismus vor allem durch die Leber zu den eigentlich toxischen Verbindungen verstoffwechselt werden. Die Giftstoffe sind nicht nur in der frischen Pflanze enthalten, sondern verlieren auch im Heu nicht an Wirkung. Die Auswirkungen der Vergiftung sind kumulativ. Dies bedeutet, dass die Toxine sich in der Leber anreichern und zu chronischen Krankheiten führen können.

Um der Ausbreitung der Pflanze zu begegnen, ist die wichtigste Maßnahme die Verhinderung der Samenbildung. Dies sollte primär durch das Ausreißen oder Ausstechen der Pflanze (mit Handschuhen) oder durch eine Mahd zu Blühbeginn erreicht werden.

Unabhängig davon, ob Pflanzen ausgerissen oder abgemäht worden sind, sollen sie nicht auf der Fläche liegen gelassen werden, um eine Wiederansiedlung des Jakobskreuzkrautes zu verhindern. Da die Samen von fruchtenden Pflanzen ca. 20 Jahre keimfähig bleiben, ist eine Kompostierung im eigenen Garten nicht sachdienlich. Gleiches gilt ebenso für alle anderen Entwicklungsstadien, da die Pflanze neu wurzeln kann. Die Entsorgung der Pflanze sollte über die Biotonne erfolgen. Die Keimfähigkeit von Jakobskreuzkraut wird in den Kompostanlagen der AWSH und auch durch eine Methanvergärung in der Biogasanlage zerstört.

Kastanienlaub mit Miniermottenbefall

Um einen weitere Ausbreitung im folgenden Jahr zu verhindern, ist es ratsam, das Laub der weiß blühenden Rosskastanie so zu entsorgen, dass die Motten im Frühsommer nicht schlüpfen können. 

Seit 1992 breitet sich die Kastanienminiermotte kontinuierlich in Deutschland aus. Die Miniermotte ist ein fünf Millimeter großer Kleinschmetterling, der vor allem die weiß blühende Rosskastanie befällt. Die Larven dieser Motte bilden im Inneren der Blätter 3-5 cm große Fraßgänge, in denen sie bis zur Verpuppung fressen. Die Fraßgänge der Larven, so genannte Blattminen, färben sich braun und lassen die Blätter schon im Sommer welken. Abhängig von der Witterung können sie pro Jahr 3- 4 Generationen entwickeln. Die letzte Generation verbleibt über Winter als Puppe im abgefallenen Blatt und schlüpft im Frühsommer des folgenden Jahres.

Die AWSH empfiehlt, das Laub der Kastanienbäume über die Biotonne oder einen amtlichen Bioabfallsack zu entsorgen. Die konstante Wärmeentwicklung in den Kompostmieten der Bioabfallkompostwerke sorgt dafür, dass der Schädling abgetötet wird und im Kompost nicht mehr nachzuweisen ist. Ebenso kann das Laub auch zu den Recyclinghöfen gebracht werden, denn auch die Kompostierung in den Pflanzenabfallkompostmieten sorgt durch die hohen Temperaturen für ein Abtöten der Schädlinge. Vom Kompostieren des befallenen Laubes im heimischen Komposthaufen wird jedoch abgeraten, da dort die notwendigen hohen Temperaturen im Komposthaufen nicht erreicht werden.

Alles auf einen Blick

Für größere Mengen

Manchmal ist der Bioabfallbehälter mengenmäßig einfach überfordert. Wenn im Herbst das Laub fällt, der Baum- und Strauchschnitt ansteht, ein Baum gefällt werden muss oder der Garten umgestaltet wird, dann kann der Bioabfallbehälter die anfallenden Mengen oft nicht mehr aufnehmen.

Bei kleineren Mehrmengen helfen unsere Bioabfallsäcke oder der AWSH-Bag weiter.

Bei größeren Mengen bieten unsere Recyclinghöfe eine angemessene Entsorgungsmöglichkeit. Hier können Sie bequem in entsprechenden Containern oder Schüttboxen abladen. Alle Grünabfälle werden anschließend kompostiert und in den Stoffkreislauf zurückgeführt.

Bei Transportproblemen stellen wir natürlich auch Container in verschiedenen Größen.

Wenn Sie Fragen zur passenden Entsorgungsmöglichkeit haben, rufen Sie uns einfach an: 

Kundenservice
(0800) 2974001
Mo. - Fr. 7:30 - 18:00 Uhr
info@awsh.de

Energie und Dünger aus Bioabfall

Bisher wird fast der gesamte in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg gesammelte Bioabfall kompostiert und damit zu einem hochwertigen Dünger weiterverarbeitet. Der gewonnene Kompost wird im Garten- und Landschaftsbau, der Landwirtschaft oder in den privaten Gärten als wertvoller Bodenverbesserer eingesetzt. Mit dieser biologischen Abfallbehandlung wird der Stoffkreislauf geschlossen.

Im Rahmen der Klimadiskussion rückt Bioabfall zunehmend mehr als Energiequelle in den Blickpunkt. Bei der Bioabfallvergärung finden, anders als bei der Kompostierung, die biologischen Abbauprozesse unter Sauerstoffabschluss statt. Als wichtiges Endprodukt fällt vor allem Biogas an.

Aus diesem Grund werden die gesamten von der AWSH gesammelten Bioabfälle ab 2013 der Vergärung zugeführt. Bereits seit Beginn 2012 wird eine Menge von 4500 Tonnen Bioabfall in der Vergärungsanlage in Tangstedt entsprechend behandelt. Ab 2013 werden ca. 30.000 Tonnen Bioabfall aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg einer neu errichteten Vergärungsanlage in Trittau zugeführt und damit Energie gewonnen.

Im Regelbetrieb wird diese Biogasanlage, nach Abzug der benötigten Eigenmenge, kontinuierlich ca. 3 Mio. kWh Strom in das öffentliche Versorgungsnetz einspeisen. Darüber hinaus werden direkt benachbarte Betriebe und Büros mit 2 Mio. kWh Heizwärme versorgt. Dazu kommt ein Blockheizkraftwerk mit zwei Motoren zum Einsatz.

Der verbleibende Reststoff, der sogenannte Gärrest, wird weiterhin zu Kompost verarbeitet und in der regionalen Landwirtschaft als Qualitätsprodukt eingesetzt.

Neben der stofflichen und energetischen Nutzung der Bioabfälle wird damit der Ausstoß von Kohlendioxyd erheblich reduziert. Bei der gesammelten Menge von 30.000 Tonnen Bioabfall bedeutet das eine CO² Gutschrift von knapp 3.000 Tonnen im Jahr. Mit dieser Reduzierung der CO² Emissionen und dem Schutz von natürlichen Ressourcen leistet die AWSH einen wichtigen Beitrag zu einen nachhaltigen Entwicklung in der Region.