Das gehört in die Biotonne:

Aus dem Garten:

  • Baum-, Strauch-, Rasenschnitt
  • Laub
  • Moos
  • Pflanzenreste (auch kranke Pflanzenteile)
  • Stauden
  • Fallobst
  • Wasserpflanzen

Aus Küche, Wohnung und Haus

  • Obst- und Gemüsereste (auch von Zitrusfrüchten)
  • gekochte Essensreste
  • Schnittblumen, Topfblumen und Pflanzen
  • alte Brotreste
  • Kaffee- und Teesud (auch im Filterbeutel)
  • Nuss- und Eierschalen
  • Haare

Tipps für den Winter:

  • Stellen Sie die Biotonne windgeschützt oder in der Nähe einer Hauswand auf. So wird sie vor Frost geschützt.
  • Zerknülltes Zeitungspapier oder Reisig unten in der Tonne verhindert ein Festfrieren der Abfälle.
  • Wickeln Sie feuchte Abfälle in Zeitungspapier ein.
  • Füllen Sie Grünabfall und Laub erst dann in die Tonne, wenn dieser trocken ist.
  • Verpressen Sie keine Bioabfälle im Behälter.

Tipps für den Sommer:

  • Suchen Sie ein schattiges Plätzchen für die Biotonne.
  • Stellen Sie die Biotonne bei jeder Leerung zur Abfuhr bereit, auch wenn sie noch nicht voll ist.
  • Trocknen Sie Grasschnitt vor dem Einfüllen.

Auch das passt in die Biotonne

Riesenbärenklau (Herkuleskraut)

So groß die Herkulesstaude (Riesenbärenklau) mit ihren bis zu vier Metern Höhe ist, so problematisch ist sie für Gesundheit und Ökologie.

Um bei der Entfernung aus Ihrem Garten keine schwer heilbaren, allergischen Reaktionen an der Haut zu erleiden, ziehen Sie bitte Arbeitshandschuhe und langärmlige Kleidung an. Graben Sie auch die oberen 15 Zentimeter der Wurzelrübe aus. Entsorgen können Sie die Pflanzenteile dann über die Biotonne. Bei der Verarbeitung in den Biogas- und Kompostwerken der AWSH werden Pflanzenteile und Samen sicher abgetötet.

Jakobskreuzkraut

Auch in Schleswig-Holstein kommt die Pflanze mittlerweile besonders auf Weiden sowie an Straßen- und Wegrändern verstärkt vor.

Beim Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea), das auch unter dem Namen Jakobsgreiskraut bekannt ist, handelt es sich um eine in Deutschland einheimische Art. Neu ist jedoch ihr verstärktes Aufkommen, so dass sie in den vergangenen Jahren immer mehr zum Problem geworden ist.

Das Jakobskreuzkraut ist in der Regel eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sie eine Rosette mit tief geschlitzten Blättern aus. Im zweiten Jahr wächst ein aufrechter, meist rot gefärbter Stängel in die Höhe, der sich oberhalb der Mitte verzweigt. Das Jakobskreuzkraut erreicht leicht eine Höhe von einem Meter und mehr. Die Hauptblütezeit ist im Juli und August, ab Mitte Juni lassen sich jedoch bereits erste blühende Pflanzen finden. Die Blüte ist durch 13 um das Blühkörbchen angeordnete Zungenblätter zu erkennen. Eine ausgewachsene Pflanze produziert bis zu 150.000 Samen, die ähnlich wie beim Löwenzahn mit dem Wind auch über große Distanzen verbreitet werden.

Die Giftigkeit des Jakobskreuzkrautes beruht auf der Wirkung verschiedener Pyrrolizidin-Alkaloide, die im Organismus vor allem durch die Leber zu den eigentlich toxischen Verbindungen verstoffwechselt werden. Die Giftstoffe sind nicht nur in der frischen Pflanze enthalten, sondern verlieren auch im Heu nicht an Wirkung. Die Auswirkungen der Vergiftung sind kumulativ. Dies bedeutet, dass die Toxine sich in der Leber anreichern und zu chronischen Krankheiten führen können.

Um der Ausbreitung der Pflanze zu begegnen, ist die wichtigste Maßnahme die Verhinderung der Samenbildung. Dies sollte primär durch das Ausreißen oder Ausstechen der Pflanze (mit Handschuhen) oder durch eine Mahd zu Blühbeginn erreicht werden.

Unabhängig davon, ob Pflanzen ausgerissen oder abgemäht worden sind, sollen sie nicht auf der Fläche liegen gelassen werden, um eine Wiederansiedlung des Jakobskreuzkrautes zu verhindern. Da die Samen von fruchtenden Pflanzen ca. 20 Jahre keimfähig bleiben, ist eine Kompostierung im eigenen Garten nicht sachdienlich. Gleiches gilt ebenso für alle anderen Entwicklungsstadien, da die Pflanze neu wurzeln kann. Die Entsorgung der Pflanze sollte über die Biotonne erfolgen. Die Keimfähigkeit von Jakobskreuzkraut wird in den Kompostanlagen der AWSH und auch durch eine Methanvergärung in der Biogasanlage zerstört.

Kastanienlaub mit Miniermottenbefall

Um einen weitere Ausbreitung im folgenden Jahr zu verhindern, ist es ratsam, das Laub der weiß blühenden Rosskastanie so zu entsorgen, dass die Motten im Frühsommer nicht schlüpfen können. 

Seit 1992 breitet sich die Kastanienminiermotte kontinuierlich in Deutschland aus. Die Miniermotte ist ein fünf Millimeter großer Kleinschmetterling, der vor allem die weiß blühende Rosskastanie befällt. Die Larven dieser Motte bilden im Inneren der Blätter 3-5 cm große Fraßgänge, in denen sie bis zur Verpuppung fressen. Die Fraßgänge der Larven, so genannte Blattminen, färben sich braun und lassen die Blätter schon im Sommer welken. Abhängig von der Witterung können sie pro Jahr 3- 4 Generationen entwickeln. Die letzte Generation verbleibt über Winter als Puppe im abgefallenen Blatt und schlüpft im Frühsommer des folgenden Jahres.

Die AWSH empfiehlt, das Laub der Kastanienbäume über die Biotonne oder einen amtlichen Bioabfallsack zu entsorgen. Die konstante Wärmeentwicklung in den Kompostmieten der Bioabfallkompostwerke sorgt dafür, dass der Schädling abgetötet wird und im Kompost nicht mehr nachzuweisen ist. Ebenso kann das Laub auch zu den Recyclinghöfen gebracht werden, denn auch die Kompostierung in den Pflanzenabfallkompostmieten sorgt durch die hohen Temperaturen für ein Abtöten der Schädlinge. Vom Kompostieren des befallenen Laubes im heimischen Komposthaufen wird jedoch abgeraten, da dort die notwendigen hohen Temperaturen im Komposthaufen nicht erreicht werden.

Das gehört nicht in die Biotonne:

Plastikbeutel

Benutzen Sie als Sammelhilfe bitte Papierbeutel oder wickeln Sie die Bioabfälle in Zeitungspapier ein. Diese Materialien können kompostiert werden.

Falls Sie nicht auf Plastikbeutel verzichten möchten, müssen diese unbedingt entleert werden. Sie dürfen nicht in die Biotonne!

Weitere Hinweise zum sogenannten "Bioplastik" finden Sie hier.

Flüssigkeiten:

Grasschnitt oder feuchtes Laub etwas trocknen lassen.
Gekochte Speisereste und nasse Bioabfälle in Zeitungspapier einwickeln, das hilft auch gegen Festfrieren im Winter und Geruchsbildung im Sommer.

Das gehört in den Restabfall:

  • Staubsaugerbeutel
  • Windeln
  • Katzenstreu
  • Zigarettenkippen und Asche

Das gehört in die Altpapiertonne:

  • Illustrierte
  • Kataloge
  • Taschenbücher

Das gehört auf den Recyclinghof:

  • lackiertes oder beschichtetes Holz
  • Wurzelstöcke und Äste mit einem Durchmesser über 10 cm

Alles auf eine Blick